Sicher in die Disco !

Mit dem Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes (JuSchG) am 1.4.´03
besteht in mehren Situationen die Möglichkeit eine/n Erziehungsbeauftragte/n
zubenennen.
In Begleitung dieser Erziehungsbeauftragten kann ein/e Jugendliche an
bestimmten Veranstalungen teilnehmen.

 

Dies betrifft:
-Den Besuch von Tanzveranstaltungen (Diskotheken) für Jugendliche ab 16 Jahren
nach 24 Uhr und für Jugendliche unter 16 Jahren
-Den Besuch von Gaststätten für Jugendliche unter 16 Jahren

 

Das sollten Sie als Eltern bedenken!


-Die Erziehungsbeauftragte Person muss über 18 Jahre und sollte Ihnen persönlich bekannt
sein.
-Sie muss sich jederzeit ausweisen können.
-Sie sollte Ihr Vertrauen genießen und in der Lage sein ihrem Kind im Übertragungszeitraum
verantwortungsbewusst Unterstützung geben zu können.
-Sie muss während der Aufenthaltsdauer anwesend sein.
-Sie ist über die Gefahren des Alkohol – und Drogengebrauchs zu informieren und auf die
Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes § 9 und 10 hinzuweisen.
-Treffen Sie klare Vereinbarungen ,wann und wie Ihr/e Sohn /Tochter nach Hause kommt
-Prinzipiell gilt : Sie tragen weiterhin die volle Verantwortung für Ihr Kind , auch hinsichtlich der
Aufsichtspflicht und haftungsrechtlicher Regelungen , wenn Sie eine/n Erziehungsbeauftragte
benennen!
-Jedoch haftet der/die Erziehungsbeauftragte bei Nicht- oder Schlechterfüllung seines Auftrags
zivilrechtlich nach § 662 BGB.

 

Das solltest Du / sollten Sie als Erziehungsbeauftragte Person beachten!


Die Erziehungsbeauftragte Person übernimmt für die Dauer der Übertragung bestimmte
Pflichten und Erziehungsaufgaben :
-Sie muss sich ausweisen können.
-Sie muss während des Aufenthalts anwesend sein.
-Sie darf nicht unter Einfluss von Alkohol oder anderer Rauschmittel stehen.
Sie hat dafür zu Sorgen , dass eine beaufsichtigte Person unter 16 Jahren keinen Alkohol
konsumiert und nicht rauchen darf .Eine zu beaufsichtigende Person bis 18 Jahren keine
branntweinhaltigen Getränke (dazu gehören auch Alkopops) konsumieren darf.
-Sie ist verpflichtet , der zu beaufsichtigenden Person verantwortlich Unterstützung zu geben.
-Sie trägt dafür Sorge , dass die zu beaufsichtigende Person sicher nach Hause kommt und die
vereinbarte Zeit eingehalten wird.
-Sie muss bei Nicht- oder Schlechterfüllung des Auftrags zivilrechtlich nach §662 BGB haften.